Der Hauptprotagonist des Romans. Zwanzig Jahre alt, intelligent, gläubig, dennoch ein reiner Liebhaber von Wahrheit und Gerechtigkeit, der nicht krankhaft emotional ist. Als Reaktion auf den moralischen Verfall der Welt tritt er in ein Kloster ein und wird ein Jünger des berühmten und barmherzigen Starez Sossima, an dessen Wunder er von ganzem Herzen glaubt. Wegen seines Charakters, der niemanden verurteilt, mit Güte handelt und keinen Hass hegt, respektiert ihn jeder und offenbart ihm seine Geheimnisse. Während sich die Ereignisse entfalten, wird diese Reinheit inmitten der verdorbensten Karamasow-Leidenschaften auf die Probe gestellt.
Er trägt die Erinnerung an einen Sommerabend in sich, als er vier Jahre alt war und seine Mutter Sofja (die Epileptikerin) Iwanowna ihn im Arm hielt und nach einer Ikone griff – wie ein Wunder in seinem Geist. Von Jefim Petrowitsch aufgezogen, brach er unerwartet ein Jahr vor Schulabschluss seine Ausbildung ab, kehrte zum Vater zurück und trat faktisch ins Kloster ein. Er ist ein junger Mann, der gerne allein spazieren geht, aber von allen hoch geachtet wird.
Ein zwanzigjähriger Jüngling, robust, rosig, groß und schlaksig, mit klarer Gesichtsfarbe. Seine Augen sind dunkelgrau, wachsam und hell. Er trägt die lange schwarze Robe des Klosters und läuft in dieser Kleidung durch die Stadt.
Lise Hohlakova
Das Mädchen, dessen hysterisches Verhalten er mit Nachsicht akzeptiert und mit der ihn eine halb kindliche, ernsthafte Zuneigung verbindet.
Staretz Zosima
Sein Mentor, den er verehrt, mehr als einen Vater. Sein Tod verspricht ihm den tiefsten Abgrund an Unglück.
İvan Fyodoroviç
Sein Bruder, von dessen Verstand er sowohl fasziniert als auch eingeschüchtert ist.
Dmitri Fyodoroviç
Sein Bruder, mit dem er trotz der Kluft zwischen ihnen am tiefsten verbunden ist und dessen angeschlagenem Gewissen er als Spiegel dient.