Veronas vermeintlicher Verfechter der Tugend, das gealterte Oberhaupt des adligen Hauses Capulet und Juliets jähzorniger Vater. Die Blutfehde mit dem Hause Montague sitzt so tief, dass er selbst Sätze äußern kann, die andeuten, dass Frieden leicht zu wahren sein sollte. Trotz seines fortgeschrittenen Alters kann er seine Sturheit nicht ablegen, bei Bedarf zum Schwert zu greifen. Zu Beginn der Geschichte erscheint er als verständnisvoller Vater, der Graf Paris rät, noch zwei Sommer zu warten, bevor er seine dreizehnjährige Tochter heiratet, die er wie eine Prinzessin schätzt, und schlägt vor, dass er Juliets Herz gewinnen solle. Er ermutigt sogar dazu, seinen Feind Romeo auf dem Ball mit Respekt zu tolerieren, um Unruhen zu vermeiden. Nach Tybalts Tod jedoch geraten die Dinge außer Kontrolle, und er wird gegenüber Juliets Aufbegehren monströs. Sein gewalttätiges und grausames Wesen macht ihn zu der Person, die diktatorisch einen familiären Konsens über den Befehl des Fürsten hinweg fordert und droht, seine Tochter zu verstoßen und sie auf der Straße betteln zu lassen.
Ein Stammesführer, der seine Existenz auf Macht, Abstammung und Reichtum aufgebaut hat. Ein alter Herrscher mit einem Altersunterschied zu seiner Frau, der es nicht duldet, dass seine Autorität infrage gestellt wird.
Prächtig, reich gekleidet, trotz seines hohen Alters auffällig; ein imposanter Gentleman, der steif zittert und die Hand hebt, wenn er die Beherrschung verliert.
Karı
Die adlige Ehefrau, der er Verantwortung aufbürdet und die er kontrolliert.
Paris
Das Ideal eines würdigen, adligen Schwiegersohns, den er voll und ganz billigt.
Juliet
Das rebellische Kind, das er wie ein Gut oder eine anvertraute Prinzessin betrachtet und nur dann für wertvoll hält, wenn sie gehorcht.