Ein schönes Wüstenmädchen, das in der Oase Al-Fayoum lebt, wo das Leben nur vom gegenwärtigen Moment und den Gesetzen der Wüste geprägt ist. Sie tritt mit einem plötzlichen und spirituellen Zusammenprall in Santiagos Leben. Von dem Moment an, in dem sie sich am Brunnen treffen, verstehen sie einander durch die Sprache der Welt. Sie verlieben sich, während sie wegen des Krieges in der Oase feststecken. Fatima ist nicht eines der anderen verführerischen oder konformistischen Hindernisse (wie der Kaufmann), die vor Santiago auftauchen; im Gegenteil, sie ist die wahre göttliche Kraft, die ihn auf den Weg zu seiner Persönlichen Legende schickt. Entgegen dem Prinzip, dass Liebe den Geliebten in Untätigkeit oder Gefangenschaft bindet, praktiziert sie tugendhaft die Tradition der Wüstenfrauen, ihre Ehemänner und Geliebten fortzuschicken und auf sie zu warten.
Sie ist das kollektive Erbe der Frauen der universellen Wüste. Sie hat ihr ganzes Leben im Tal verbracht; seit ihrer Kindheit ist ihr Vater zu Expeditionen in die Wüste aufgebrochen und immer zurückgekehrt. Dieser Zyklus gab ihr die Gewissheit, dass 'jeder, der geht, auf irgendeine Weise immer zurückkehrt'.
Dunkle Augen, schwarzes Haar, ihre Schönheit ist atemberaubend. Eine anmutige junge Frau ohne Schleier im Wüstenklima, die die Spuren einer dunkelhäutigen maurischen Abstammung trägt, welche an die spanischen Konquistadoren erinnert.
Santiago
Nicht nur ein romantisches Interesse, sie ist für ihn wie ein heiliges Relikt, in dem er die universelle Sprache in menschlicher Gestalt liest. Fatima beweist ihm, dass Liebe keine Kraft ist, die den Menschen einschränkt.