Die achtzehnjährige Tochter von Meister Zacharius. Ohne Mutter aufgewachsen, verbrachte sie ihre Jugend in der verfallenen Werkstatt, wo sie die Gesundheit ihres alten Vaters pflegte und sich an göttliche Werte klammerte. Mit ihrem reinen und aufopferungsvollen Charakter ist sie der Mittelpunkt von Auberts großer Loyalität. Im dunklen Verlauf des Romans wird sie als das leuchtende Antlitz des katholischen Glaubens, der Reinheit und der Liebe dargestellt. Sie versucht, ihren Vater aus seiner spirituellen Hölle zu befreien, indem sie ihm pathologisch treu bleibt, wird aber letztlich zum rücksichtslosen und tragischen Opfer dämonischer Forderungen.
Gefangen im schönsten Zimmer ihres Hauses in Genf, wuchs sie in einem spirituell makellosen Zufluchtsort auf. Nachdem ihr Glaube durch naive Mariendarstellungen in einer Atmosphäre gefestigt wurde, die sich dem Strenge des Calvinismus noch nicht ganz unterworfen hatte, erlangte sie eine Reife, die es ihr trotz ihres jungen Alters erlaubte, die Last des körperlichen und geistigen Zusammenbruchs ihres Vaters auf ihren Schultern zu spüren.
Ein 18-jähriges Mädchen mit dunklen Augen wie Gagat, gekleidet in schlichte, natürliche Stoffe, die in ihrer Form an kirchliche Gewänder erinnern. Ihr ovales Gesicht ist von einer einfachen, sanften und poetischen Unschuld geprägt, ähnlich den Darstellungen der Jungfrau Maria aus früheren Epochen (bretonische Malerei).
Aubert Thün
Ihr heimlicher Verlobter. Das Band zwischen ihnen ist das Symbol einer reinen und vertrauensvollen Liebe, die nicht den geringsten Funken Aufruhr kennt.
Scholastique
Ihre liebevolle Beschützerin, die sie wie eine Mutter umsorgt und die Gebete mit ihr teilt.
Zacharius Usta
Die aufopferungsvolle Tochter, die ihren Vater trotz seines Wahnsinns mit einer göttlichen elterlichen Hingabe liebt.
Senyör Pittonaccio
Das schreckliche Monster, bei dessen Anblick sie schaudert und das sie mit Ekel erfüllt, weil es droht, ihr ihre Zuneigung und ihre Seele zu rauben.