Eine etwa dreißigjährige Witwe, einfach, schlichten Geistes und ganz der Hausarbeit und der Küche ergeben. Sie lebt im Stadtteil Wyborg und wird zufällig Oblomows Vermieterin. Mit seinem Einzug in ihr Leben widmet sie all ihre Energie und ihr Talent seinem Komfort, indem sie perfekten Kaffee kocht und Gebäck zubereitet. Oblomows passiven Lebensstil findet sie keineswegs seltsam; im Gegenteil, sie sieht es als ihre größte Pflicht an, ihm mit einem stillen, mütterlichen Mitgefühl zu dienen. Obwohl sie unwissend und einfältig ist, stören sie die Spiele, die ihr gerissener Bruder und Tarantjew mit der Reinheit ihres Herzens gegen Oblomow treiben, und sie beweist ein solches Opfervermögen, dass sie ihre eigenen Perlen verpfändet, sobald er in finanzielle Not gerät. Nach ihrer formellen Verbindung mit Oblomow hat sie mit ihm einen Sohn namens Andrijuscha; doch nach Oblomows Tod verliert sie den Sinn ihres Lebens und wird zu einem beinahe seelenlosen Schatten.
Sie ist die Witwe eines Beamten. Während sie mit ihren zwei Kindern und Dienstboten in einer ruhigen Nachbarschaft in einer begrenzten Welt zwischen Küche und Speisekammer lebte, erweiterte sich ihr Universum, als Oblomow als Mieter einzog, und sie baute ihrem Herrn ein vollständiges Refugium, wie es eine Dienerin tun würde.
In ihren Dreißigern, ihre Haut ist schneeweiß, ihre Wangen sind rund und leicht voll. Sie hat spärliche Augenbrauen. Ihr Hals ist perfekt und voll, aber ihre Finger sind dick und ihre Hände sind von der Küchenarbeit gerötet. Sie ist immer in Arbeitskleidung und mit einem Kopftuch anzutreffen.
İlya İlyiç Oblomov
Anfangs ihr Mieter, später ihr Ehemann und der Vater ihres Kindes, gleichsam der Gott, dem sie diente.
Andrey Karloviç Ştoltz
Der adlige Herr, der aus jener hohen und intellektuellen Welt kam, die sie selbst nicht verstand, und ihren Ehemann beschützte.
İvan Matveyeviç Mühoyarov
Ihr hinterlistiger Bruder, der in der Führung ihres Haushalts über sie bestimmte, bis ihre Interessen kollidierten.