Ein junger und idealistischer Dichter, Absolvent der Mülkiye Mektebi (Schule für Politikwissenschaften). Nach dem Tod seines Vaters übernimmt er die volle Verantwortung für den Haushalt, und das glamouröse literarische Leben, von dem er sein ganzes Leben lang geträumt hat, verwandelt sich plötzlich in einen harten Albtraum. Während er glänzende literarische Pläne schmiedet—die Symbole seiner ‚blauen‘ (Mai) Träume—und innovative Dichtung innerhalb des Kreises ‚Gencîne-i Edeb‘ verteidigt, steht er schweren Lasten gegenüber, wie Armut, der Notwendigkeit des Übersetzens und der problematischen Ehe seiner Schwester, die die ‚schwarze‘ Seite des Lebens ausmachen. Er verbringt seine Nächte schlaflos damit, billige Groschenromane zu übersetzen, und sucht nur in der eleganten Villa seines Freundes Hüseyin Nazmi in Erenköy Zuflucht, wenn er in größter Not ist. Das reinste Gefühl in seinem Leben ist seine geheime, lyrische, doch—aufgrund seiner Armut—namenlose große Liebe zu Hüseyin Nazmis Schwester, Lamia. Er kämpft ständig inmitten von kontinuierlichen Rückschlägen und kurzen Momenten der Hoffnung.
Bis zum Alter von neunzehn Jahren lebte er als brillanter Student an der Mülkiye, nur mit Träumen von Kunst in einer glücklichen familiären Umgebung. Sein Vater war ein sehr ehrenhafter Elternteil, der die grausame Seite des Lebens vor seinem Sohn verbarg. Der Tod seines Vaters symbolisiert das plötzliche Ende sowohl seiner unschuldigen Kindheit als auch seiner Tage der Leichtigkeit für Ahmet Cemil. Er wurde in das Arbeitsleben und die Kriecherei des Journalismus gezwungen, die er als verabscheuungswürdig empfand.
Er ist ein großer, schlanker junger Mann mit gelblich-kastanienbraunem Haar, das in sanften Wellen von den Ohren bis zum Nacken fällt. Seine Augen sind meist halb geschlossen und träumerisch vor Schlafmangel. Mit ausgefransten Krawatten und einem Überzieher, der seit Monaten nicht gewechselt wurde, hat er ein gepflegtes, aber bescheidenes Erscheinungsbild, mit dem er versucht, seine Armut mit Würde zu verbergen.
Raci
Sein dunkler Rivale, dessen Charakter er als verdorben empfindet und den er innerlich verachtet, für den er jedoch Mitleid empfindet.
Lamia
Seine unerreichbare Liebe, vor der er nicht einmal wagt, seine Hände zu bewegen.
Sabiha Hanım
Seine Mutter, die er verpflichtet fühlt zu beschützen und der er manchmal seine literarischen Sorgen nicht mitteilen kann.
Hüseyin Nazmi
Sein einziger literarischer Seelenverwandter, der ihn versteht und dem er seine Lebensphilosophie anvertrauen kann.