Als Bischof von Digne ist diese edle und weise Figur das philosophische Rückgrat des Romans. Er hat sich von der Pracht und der adligen französischen Tradition seiner Jugend abgewandt und sich gänzlich den Armen, Waisen und Kranken gewidmet. Er gibt fast sein gesamtes hohes Gehalt für soziale Hilfe für Arme und Gefangene aus und schließt niemals die Türen seines Hauses. Er lädt den verfluchten Jean Valjean – den niemand in der Gesellschaft willkommen zu heißen wagt – an seinen Tisch ein. Er ist die wunderbare und heilige Gestalt, die Valjean nicht ausliefert, nachdem sein Silber gestohlen wurde, sondern ihm eine Chance zur geistigen Wiederauferstehung gibt, indem er sagt: 'Du hast vergessen, den Rest mitzunehmen.'
Er ist der Sohn einer Familie aus dem Parlament von Aix. In seiner Jugend, während der Französischen Revolution, war er gezwungen, mit seiner Frau zu emigrieren. Nach dem Tod seiner Frau, die an Tuberkulose erlag, durchlebte er eine Art traumatisches Erwachen und entsagte allen weltlichen Vergnügungen. Nach seiner Rückkehr aus Italien erschien er als wahrhaft frommer Mann, erregte mit seinem scharfen Verstand Napoleons Aufmerksamkeit und wurde zum Bischof ernannt.
Nicht groß, aber fast 75 Jahre alt, ist er ein sehr charmanter, rundgesichtiger und feiner Adliger. Seine Sauberkeit ist stets makellos. Sein helles, reines Gesicht strahlt einen Glanz und ein Vertrauen aus, das an das Paradies erinnert.
Jean Valjean
Die Hauptfigur, deren Gewissen und neues Leben er erweckte; sein geistiger Sohn.
Madam Magloire
Die weltliche, alte Haushälterin, die ständig auf Schlössern und Sicherheit besteht.
Matmazel Baptistine
Seine geistliche, engelsgleiche Schwester, die ihm blind ergeben ist und seine Spiritualität verehrt.
Eski Konvansiyonel G.
Ein weiser Mann, der, obwohl er ein atheistischer Revolutionär war, in seinen letzten Stunden durch die Zerstörung seiner Vorurteile die Existenz Gottes und das Gute durch den Bischof erkannte.