Er ist ein alter Mann, der unter den Dorfältesten als 'Flinker Mümin' bekannt ist, anerkannt für seine flinken Hände, seinen Fleiß und seine unendlichen guten Absichten. Er hat das Kind in seine Obhut genommen. Trotz all seines Wohlwollens und harter Arbeit fügt er sich bedingungslos Orozkuls Schikanen, damit die unglückliche Ehe seiner Tochter Bekey nicht zerbricht. Er zahlt den Preis dafür, sich ein Leben lang unterdrücken zu lassen; in der Schlussszene tötet er unter den Drohungen von Tyrannen mit eigenen Händen die Gehörnte Mutter Hirsch – den kulturellen Mythos, an den er am meisten glaubt. Dies wird zum unwiderruflichen Zusammenbruch seiner Würde und Seele.
Er arbeitete während der Kriegsjahre in Arbeitsbataillonen, schuftete unter Entbehrungen beim Bau von Magnitogorsk und verlor seinen einzigen Sohn an der Front. Nach dem Verlust seiner ersten Frau heiratete er seine jetzige zänkische Ehefrau, die 'Großmutter', und arbeitet seit Jahren als Förster, um ums Überleben für seine Tochter und seinen Enkel zu kämpfen.
Er ist nicht groß; seine Nase ist flach wie die einer Ente, ohne Knorpel und weich. Er trägt ständig seine alte Försterjacke und eine Filzkappe. Er ist so flink wie ein junger Mann, besitzt aber einen hohlen, verwelkten Blick mit nur zwei oder drei dünnen Haaren am Kinn.
Nine
Seine mürrische Ehefrau, deren endlosem Nörgeln er nur mit Ruhe begegnet.
Çocuk
Sein wertvollster Schatz; er vermittelt ihm die Epen, bricht aber durch seine Tatenlosigkeit sein Herz.
Orozkul
Sein erschreckender Schwiegersohn. Die Mauer der Angst, an der der gesamte Charakter des Großvaters zerbricht.