Der Imam des Viertels Sinekli Bakkal und Rabias Großvater. Er erlebt und erzwingt Religion ausschließlich durch Konzepte von Hölle, Verboten, Angst und Sünde. Er hat seine Tochter (Emine) und seine Enkelin (Rabia) mit dieser Mentalität durch Schläge und Einschüchterung erzogen. Er ist im Grunde ein sehr geiziger Mann; er sammelt das Geld, das Rabia als Hafiz verdient, selbst ein. Er symbolisiert das harte, intolerante und eigennützige Gesicht der Religion in der Gesellschaft.
Er verlor seine Frau in jungen Jahren und zog seine Tochter Emine zu einer dogmatischen und verbiesterten Person heran. Er akzeptierte die künstlerische/vagabundierende Natur seines Schwiegersohns Tevfik nie und sorgte dafür, dass seine Tochter ihn verließ. Er trainierte Rabia zudem persönlich mit Gewalt, um sie zu einer 'Kopie' seiner eigenen Ideologie und zu einer Einnahmequelle zu machen.
Sehr klein, dünn wie ein Skelett. Er hat dichte Augenbrauen, die wie Igelstacheln abstehen, tiefliegende, schreckliche, glanzlose Augen wie Kohle, einen weißen, runden Bart und einen massiven Turban. Er trägt meist alte, geflickte, schwarze Gewänder.
Emine
Seine Tochter, die er zu einem ebenso freudlosen, lieblosen Abbild seines eigenen Charakters erzogen und zur Unglückseligkeit verdammt hat.
Rabia
Seine Enkelin, die er zu unterdrücken versucht und als Geldmaschine benutzt.
Tevfik
Sein Schwiegersohn, den er hasst, als Gaukler betrachtet und durch Intrigen ins Gefängnis oder ins Exil zu treiben versucht.
Selim Paşa
Der hochrangige Beamte, von dessen Schutz und Macht im Staat er zu profitieren sucht und bei dem er im Korruptions- und Denunziationsmechanismus als Bittsteller vorstellig wird.