Ein Bürokrat, der nach seinem Jurastudium ein gewöhnliches, aber glanzvolles Beamtenleben begann. Bis zu seinem Tod im Alter von fünfundvierzig Jahren versuchte er perfekt jenes ideale, korrekte, ehrliche und angesehene bürgerliche Leben zu imitieren, das 'jeder beklatschte'. Auf dem Höhepunkt seines häuslichen Lebens, das er durch seinen beruflichen Erfolg und steigendes Einkommen in Einklang gebracht hatte, fiel er von einer Leiter, während er in seinem neu erworbenen Haus Gardinen aufhängte. Der einfache Schlag gegen seine Seite entwickelte sich allmählich zu einem tödlichen Leiden, einem unbegreiflichen Dahinschmelzen. Während seiner Krankheit begann ihm die Falschheit seiner Familie bewusst zu werden; neben der physischen Qual, die er ertrug, entdeckte er, wie falsch und bedeutungslos sein Leben tatsächlich war.
In seiner Jugend war er ein sehr begabter, fröhlicher und geselliger junger Mann, der in der Familie als der „Phönix“ bezeichnet wurde. Er besuchte die Rechtsschule und legitimierte selbst seine kleineren jugendlichen Verfehlungen, indem er sich den Normen der Autoritäten anpasste. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften stieg er in der bürokratischen Hierarchie auf und wurde zu einem Mann, der, während er Rang und Geld anhäufte, eher für die Galerie spielte, anstatt sich auf sein eigenes Herz zu besinnen.
Er war einst ein respektabel aussehender, bärtiger Mann mit eleganten, starken Armen, der stilvolle Uniformen oder gepflegte Hausmäntel trug. Nachdem er krank wurde, ist er zu einem lebenden Leichnam geworden; ein Elender mit wachs-gelber Stirn, eingefallenen Schläfen, verzerrten Lippen und einer scharfen Nase – stinkend, schmelzend und nur noch mit übergroßen, zornigen Augen.
Liza
Die gleichgültige Tochter, deren bloße Anwesenheit ihren Vater an den Tod erinnert.
Gerasim
Sein hilfreicher Diener, der ihm als einziger Trost spendet und ihm als Mensch gegenübertritt.
Piotr İvanoviç
Ein Schulfreund, der bei seinem Begräbnis nur an seine eigenen Vorteile dachte.
Vladimir İvanoviç
Der Sohn, der seinen Vater verstand und für den er Tränen und Liebe empfand.
Praskovya Fedorovna Golovina
Seine Ehefrau, die er als heuchlerisch und egoistisch empfand, für die er einst jedoch Leidenschaft hegte.