Eine junge, auffällige und leichtfertige Witwe, die mit Çengi Hanım durch die Çamlıca-Gärten und Ausflugsziele streift. In Bihruz' Augen hat sie sich in einen französischen Engel verwandelt, der Noblesse und Anstand symbolisiert. In Wirklichkeit ist sie jedoch ein gewöhnlicher Straßenspatz, der gerne im Slang redet, nach Unterhaltung strebt und künstliches Vergnügen daran findet, wohlhabende Gecken zu verspotten. Im entscheidenden Moment der Enthüllung im Buch begegnet sie Bihruz und zertrümmert seine grundlose Fantasie, wobei die bittere Wahrheit zum Vorschein kommt. Während des gesamten Textes wird ihre wahre Identität durch eine Wolke aus Illusionen bewusst vor Bihruz und dem Leser verborgen.
Sie ist die Tochter von Sakin Ağa, einem Löffelmacher. Nach dem Tod ihres Vaters überschritt sie ihr zwanzigstes Lebensjahr, hatte einen Ehemann und ließ sich wieder von ihm trennen. Sie lebt mit ihrer Mutter ein kleinbürgerliches bis ärmliches Leben im Viertel Karabaş. Da sie sich jedoch mit boshaften oder opportunistischen Frauen, insbesondere Leuten wie Çengi Hanım, umgab, wurde sie zu einer festen Größe der Straßenszenen, Inseltrips und Fährfahrten, wobei sie jegliche Anständigkeit ablegte.
Schlanke Statur, wiegender und koketter Gang, mittlere Körpergröße. Ihr Haar ist mit Salonfarben hellblond gefärbt (weshalb Bihruz sie 'die Blonde' nennt). Ihre Augenbrauen sind kastanienbraun, ihr Gesicht etwas füllig und leichtfertig. Sie wandert stets mit einem seidenen Sonnenschirm in der Hand, einem übertrieben milchblauen Atlas-Ferace und für die damalige Zeit billigen, aber glänzenden Schuhen umher. Für Bihruz ist sie eine Venus, von außen betrachtet wirkt sie wie eine aufdringliche Frau.
Bihruz Bey
Ein langweiliger und naiver 'Zıpır' (Alberner), der ihr hinterherläuft und ihr sinnlose Gedichte gibt. Sie amüsiert sich nur mit ihm.
Çengi Hanım
Ihre Vertraute und Komplizin, die sie bei ihren unterhaltsamen und eigennützigen Abenteuern begleitet.