Pljuschkin ist ein betagter Adliger, der einst ein extrem wohlhabender, organisierter und erfolgreicher Grundbesitzer war, sich aber nach einem schweren psychischen Zusammenbruch nach dem Tod seiner Frau in sich zurückzog. Als Tschitschikow ihn das erste Mal sieht, hat er Mühe zu verstehen, ob er ein alter Haushälter mit zerlumpter Kleidung und aus dem Kinn wachsenden Haaren oder ein männlicher Bettler vor sich hat. Obwohl er über tausend Bauern, riesige Ländereien und tonnenweise Erzeugnisse besitzt, die in Lagern verrotten, bietet er ein Bild pathologischer Zahlungsunfähigkeit (ein Messie/Geizhals), der kleine Nägel vom Boden aufsammelt, alte Lumpen und Papierreste in seinem Zimmer verrotten lässt. Er reichte seiner Tochter und seinem Enkelkind nicht die helfende Hand und verstieß seinen Sohn. Tschitschikow nutzt seinen krankhaften Geiz aus, um ihn dazu zu überreden, die 'toten Seelen' sofort zu verkaufen/übertragen, unter dem Vorwand, ihn von Steuern zu befreien. Pljuschkin ist eine Figur, die den Verstand weit genug verloren hat, um Tschitschikow angesichts dieses raffinierten Manövers für einen Engel zu halten, und er ist ein Mann, der in sein eigenes Elend verliebt ist.
Er war einst ein erfahrener und sparsamer Gutsbesitzer, dessen Rat Leute von weither suchten, ein weitsichtiger Vater. Er verlor mit dem Tod seiner Gattin das Gleichgewicht; als seine ältere Tochter mit einem Offizier durchbrannte, verstieß er sie, seine jüngere Tochter starb jung und sein Sohn verspielte Geld, sodass die Einsamkeit ihn verzehrte. Während sein Vermögen wuchs, erkrankte sein Geist.
Er sieht aus wie eine verwahrloste alte Frau oder ein Bettler. Er ist hager, dürr, hat einen vorspringenden Mund bzw. ein vorspringendes Kinn (da Zähne fehlen), kaut auf seinen Lippen und hat ein Gesicht, bei dem der Schnurrbart zuckt wie bei einer Katze. Sein Körper ist bedeckt mit fettigen Ärmeln, die wie gegerbtes Leder wirken, einer zerlumpten wattierten Jacke und einem schrecklichen Wickeltuch um den Hals, das einem alten Taschentuch ähnelt.
Pavel İvanoviç Çiçikof
Ein vom Himmel herabgestiegener Beschützer/einfältiger Engel, der ihn von Bestechungsgeldern für Beamte und der Steuerlast befreit.
Aleksandra Stepanova (Kızı)
Eine verfluchte Feindin/Tochter, um die er sich nicht mehr kümmert, deren Herz er nur abgekühlt hat und von deren Eigentum er sich fernhält.