Tolgonay ist das gewaltige Symbol der Widerstandsfähigkeit, die die Zerstörungen des Krieges und tiefste Verluste ertrug. Sie begann ihr Leben als Tochter eines armen Landarbeiters und formte durch den Schweiß, den sie und ihr Mann Suwankul in das Land vergossen, eine große Familie und eine ertragreiche Kolchose. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, verlor sie ihren Mann – das Zentrum ihres Lebens – und ihre drei Söhne nacheinander. Als die Männer weg waren, wurde sie zur Gruppenleiterin und übernahm die Verantwortung für die Frauen und Kinder, die im Dorf zurückblieben. Sie kämpfte sowohl gegen den buchstäblichen Hunger als auch gegen ein tiefes Gefühl der Einsamkeit. Sie blieb völlig allein, als ihre einzige Schwiegertochter Aliman schwanger wurde, eine außereheliche Affäre einging und bei der Geburt starb. Trotzdem kehrte sie dem Leben nicht den Rücken; sie umarmte ihren Enkel Canbolat und blieb standhaft, um eine gute Zukunft für ihn aufzubauen. Mit der Weisheit von Mutter Erde schärfte sie ihren Glauben an künftige Generationen.
Sie stammt aus einer Familie, deren Großvater aufgrund von Schulden zur Landarbeit gezwungen war. Während sie barfuß in geflickter Kleidung auf fremden Feldern arbeitete, traf sie im Alter von siebzehn Jahren Suwankul. In einer Herbstnacht, während sie in einem Bewässerungsgraben lagen, gaben sie einander ein Versprechen und gründeten eine Familie. Sie zog ihre Kinder inmitten der Felder auf, durch die Lehren von Arbeit und Natur, und schuf etwas aus dem Nichts.
Eine alte kirgisische Mutter mit weißem Haar, bekleidet in frisch gewaschenem Weiß und einem sauberen weißen Kopftuch; ihre faltigen Augen blicken wie eine Platane in die Ferne. Ihr Rücken ist von Arbeit und Kummer leicht gekrümmt, ihr Gesicht vom Wind gezeichnet und ihre Hände sind schwielig, doch sie steht mit unerschütterlicher Entschlossenheit.
Aliman
Ihre verwundete Seele, die sie wie eine Tochter behandelte und die ihr in Kummer und Hoffnungslosigkeit Gefährtin war, die sie aber nicht beschützen konnte.
Caynak
Tolgonays nie verheilende Wunde, mit all seiner Jugend, Lebensfreude und der Art, wie er sich ohne zu zögern ins Feuer stürzte.
Kasım
Ihr Stolz, der seinem Vater glich; das erste Lamm, das sie den Feldern anvertraute.
Canbolat
Der einzige Keimling, an den sie sich mit all ihrer Kraft klammerte, um zu überleben.
Suvankul
Tolgonays große Liebe, ihr Lebensgefährte, mit dem sie ihre Arbeit und ihre Seele teilte.
Maysalbek
Ihr Lehrer, der lernte und an dessen Überzeugung, die Welt zu verändern, sie glaubte, und der den heldenhaftesten Gang in den Tod antrat.
Toprak Ana
Während des gesamten Romans ihre Vertraute und ihr seelisches Spiegelbild.