Sie ist ein zerbrechliches junges Mädchen, das ihren Vater für tot hielt und von einem Kindermädchen in einem behüteten Heim aufgezogen wurde. Ihre tiefe Liebe zu İslâm Bey und ihr patriotisches Gefühl führen sie jedoch weit über die Grenzen ihres Zuhauses hinaus. Als İslâm Bey in den Krieg zieht, bleibt sie nicht untätig in Trauer zurück; sie schneidet sich das Haar, trägt Männerkleidung, nennt sich 'Âdem' und schließt sich den Freiwilligen an. Sie kümmert sich auf dem Schlachtfeld um die Verwundeten und will İslâm folgen, wenn er in Gefahr ist. Im Verlauf des Stücks durchbricht die Figur die passiven Grenzen der osmanischen Frau und wandelt sich zu einer Kriegerin, die symbolisiert, dass die Verteidigung der Heimat die Pflicht eines jeden ist, ungeachtet des Geschlechts.
Sie wurde in sehr jungen Jahren zur Waise, nachdem ihr Vater (Ahmed Bey) vor einem Militärgericht floh und ihre Mutter verstarb; sie wuchs bei ihrem Kindermädchen, Hanife Hanım, auf und lebte lange in dem Glauben, eine Waise zu sein.
Erscheint anfangs in Manastır in eleganten und sauberen weiblichen Kleidern. Von dem Moment an, in dem sie ihre eigentliche aktive Rolle im Stück beginnt, tritt sie in der Form eines jungen, bartlosen Burschen (Âdem) in Rekrutenkleidung auf.
Sıdkı Bey
Ihr beschützender Kommandant, der anfangs Mitleid mit ihr hatte und ihr keine Arbeit geben wollte; am Ende ihr eigener Vater.
İslâm Bey
Ihre Liebe, ihr Kommandant und ihr Lebensgefährte, für den sie sich in Krieg und Tod stürzt.
Hanife Hanım
Ihre Ziehmutter, die sie aufgezogen hat und die sie schweren Herzens zurückließ.